fertiges Grillbrot serviert auf einem Teller
Rezepte
GrillenLesen
Autor: Hanno Meier
Fotos: Werner Steckmann

Fränkisches Grillbrot

Die perfekte Grillbeilage

Fleisch auf den Grill kann (fast) jeder. Salzen, pfeffern, Gewürzmischung, Olivenöl-Zitrone-oder-Sonstwas-Marinade – hier kennt die Kreativität der Grillianer keine Grenzen. Wenn es aber um Beilagen vom Grillrost geht, verglüht der Ideenreichtum mit Parallelgeschwindigkeit zur billigen Holzkohle. Eine einfache aber ausgefallene Lösung bietet Werners fränkisches Grillbrot.

In Folie eingewickelte Kartoffeln auf dem Grill ist schon mal eine gute Idee. Ein paar Gemüsestreifen dazu – ganz okay! Pfiffiger wird’s, wenn ein ganzer Laib Brot auf dem Gusseisen über dem Feuer brutzelt und darin eine herrliche Füllung ihren Geschmack entfaltet. Werner Steckmann, Grillprofi, hat sich dazu etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Fränkisches Grillbrot.

Der leidenschaftliche Koch und Jäger verwendet dafür am liebsten ein schönes Roggenmischbrot mit Kruste. „Ein Zweipfünder hat gerade die richtige Größe“, sagt er. Natürlich kann man auch alle Zutaten vom Brot bis zur Kräuterbutter selbst machen. „Manchmal muss es aber schnell und einfach gehen“ und dann greift auch der Zwei-Meter-Mann mit dem krausen Vollbart zu gekauften Zutaten. „Die schnelle Variante“, nennt es Werner.

Zutaten

  • 1 kg Roggenmischbrot (mit Kruste)
  • 400 g Käse am Stück (Edamer oder Emmentaler)
  • 125 g Kräuterbutter
  • Knoblauch
  • Salz

400 Gramm Edamer oder manchmal auch einen würzigen Greyerzer, je nach Lust und Laune, sind genau die richtige Menge. Dazu kommen 125 Gramm Kräuterbutter, etwas Salz und natürlich darf der Knoblauch nicht fehlen.

Werner schneidet das Brot mit einem geeigneten Brotmesser kreuzweise bis zirka 2 cm vor dem Boden ein. „Auf keinen Fall ganz durchschneiden“, rät er, damit es nicht zerfledert. Als nächsten Schritt streicht er ein wenig der weichen Kräuterbutter in die entstandenen Längsschlitze und salzt leicht nach.

Der in zirka 3 bis 4 mm dicke Scheiben geschnittene Käse wird quer zu den gebutterten Schlitzen gesteckt. Das Ganze wickelt Werner noch in Alufolie und lässt es ca. eine Viertel- bis Halbestunde indirekt grillen. Sein Tipp: Wer keinen Kugelgrill sein Eigen nennt, kann das Brot auch in einer Ecke des Grills deponieren in der es nicht direkt der Glut ausgesetzt ist. Ab und an drehen kann dabei nicht schaden.

Wenn Käse und Butter richtig zerlaufen, wird das Grillbrot einfach aufgeschnitten oder aufgerissen und fertig. Aber Vorsicht! Diese etwas andere Grillbeilage könnte leicht dem ein oder anderen Stück Fleisch vom Grillrost den Rang ablaufen.

Die Käsescheiben stecken im angeschnittenen Grillbrot

Welche Köstlichkeit Werner aus Barolo, Cassis und Zartbitterschokolade zaubert, liest du im Beitrag „Resteveredelung“.

Vorheriger Beitrag
Sauerbraten vom Reh
Nächster Beitrag
Werners wilde Burger

Das könnte dich auch interessieren